ALuMni-Publikationen

Hier finden Sie einen Überblick über Publikationen unserer ehemaligen LuM-Studierenden:

Morten Hübbe/Rochssare Neromand-Soma: Götter, Gurus und Gewürze: Zwei Jahre per Anhalter durch Indien

Ein spannender Roadtrip durch ein widersprüchliches Land
24 Monate, 21.206 Kilometer, 269 Mitfahrgelegenheiten – fasziniert lassen sich Rochssare und Morten auf das Abenteuer Indien ein. Sie besuchen boomende Metropolen und abgelegene Dörfer im Himalaja, heilige Stätten und rauschende Feste. 

Indien unplugged: authentisch, nachhaltig, intensiv

Per Anhalter reisen sie im engen Kontakt mit den Einheimischen. Und mit jeder Tasse Chai tauchen sie tiefer ein in die Kulturen, Legenden und Traditionen Indiens. Dabei erleben sie zahlreiche Gegensätze. Armut und Reichtum, Gastfreundschaft und Überlebenskampf, Aberglaube und Modernität reichen sich in Indien die Hand.

Wo Shiva tanzt

Rochssare und Morten erzählen von skurrilen Begegnungen am Straßenrand; dem verwirrenden Chaos von Neu-Delhi, Mumbai und Kalkutta; den unterschiedlichen Lebenswelten von Hindus, Sikhs und Moslems.

Zwischen jahrtausendealter Geschichte und verblüffender Gegenwart entfaltet sich eine fesselnde Reise durch ein überwältigendes Land.

Jacqueline Thör: Nenn mich einfach Igel

Als der Hermaphrodit Igel erfährt, dass die Insassin einer Jugendstrafanstalt zu ihm ins Wohnheim ziehen soll, ist er entsetzt. Doch als Igel der Neuen zum ersten Mal begegnet, stellt er fest, dass diese ihm gar nicht so unähnlich ist: Ihre Haare sind so kurzgeschoren wie die seiner rechten Schädelseite, sie trägt einen weiten Kapuzenpulli sowie sackartige, herunterhängende Jeans und besteht darauf, dass man sie »Sascha« nennt statt Alexandra. Von Beginn an fühlt sich Igel zu der androgynen, geheimnisumwobenen Schönheit hingezogen. Dennoch beschließt er, Sascha auf Distanz zu halten. Immerhin hat er in seinem jungen Leben bereits auf vielfältige Weise zu spüren bekommen, dass den Menschen nicht zu trauen ist – einem Ex-Häftling dann bestimmt erst recht nicht. Aber, was fast noch wichtiger ist: Sascha darf auf keinen Fall erfahren, wie anders Igel tatsächlich ist … Mit einer bildreichen, grenzüberschreitenden Sprache erzählt Jacqueline Thör in „Nenn mich einfach Igel“, was passieren muss, damit ein Ich bricht. “Eine intensive Geschichte über Identität, Freundschaft, Liebe und Verrat. Ein Debüt mit Stacheln.“

Tobias Steinfeld: Kein Plan

Abi, Lehre, Start-up – Zukunft geht klar! Für die meisten jedenfalls, die auch gleich ein paar nette Ideen für Alberts Zukunft anzubieten haben. Sein Vater rät zum Studium, seine Freundin will, dass er Maurer wird, das gibt Muskeln! Nur Albert selbst hat keinen Plan, was er nach der Schule machen soll. Seine Verzweiflung führt ihn in ein verrücktes Abenteuer, das mit einer Rudermaschine beginnt, ihn auf einen Schäferhof führt und mit Freunden fürs Leben endet. Und dazwischen? Schräge Außenseiter, ein Drohbrief, Wölfe, ein Kuss und jede Menge Schafe.

Katharina Lührmann: Podcasts als Raum politisch-medialer Kommunikation

Das Medium Podcast hat im Laufe der letzten Jahre einen erneuten Aufschwung erlebt und seinen Weg breitenwirksam in die mediale Öffentlichkeit gefunden. Die vorliegende Studie befasst sich mit dem in der Forschung bislang kaum behandelten Gegenstand der Politik-Podcasts und bewegt sich damit an der Schnittstelle von Medien- und Politikwissenschaft.

Vor dem Hintergrund öffentlichkeitstheoretischer Ansätze werden Podcasts als Raum politisch-medialer Kommunikation verstanden und diskutiert. Wie werden politische Inhalte im Medium Podcast präsentiert und verhandelt und wie wird dadurch politische Öffentlichkeit hergestellt? Dabei wird die These vertreten, dass Podcasts als Netzmedium und nicht allein als auditives Angebot zu konzeptualisieren, sprich im Kontext einer internetbasierten Medienumgebung zu verorten sind.

Im Zuge eines genetisch-historischen Zugriffs wird der strukturelle Wandel des Mediums von seinen Anfängen als Amateur- und Nischenmedium hin zu seinem gegenwärtigen Status als kommerzielles Massenmedium nachvollzogen. Die Studie gibt außerdem einen systematischen Überblick zum politischen Podcast-Angebot in Deutschland, aus dem der Podcast Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin für eine konkrete empirische Analyse herausgegriffen wird.

Sandra Da Vina: Vom Kuchen und Finden

"Auf der Welt gibt es zwei Arten von Menschen: Menschen, die gerne Kuchen backen, und Menschen, die Kuchen essen. Menschen, die Kuchen backen, sind im Grunde wie Menschen, die Kuchen essen, nur dass sie vorher Arbeit hatten."

Sandra Da Vina ist auf der Suche nach ihrem gestohlenen Fahrrad, einer bezahlbaren Wohnung und Freundschaft auf den ersten Blick. In ihren Texten stellt sie sich den großen Fragen der Menschheit: Wie viel wiegt Luft? Wann hatte das letzte Mal jemand keine Meinung? Und was sind die Zutaten für ein glückliches Leben? Manchmal ist die Antwort ein Kuchen. Oder zwölf. Und manchmal braucht es nur dieses Buch. Ehrlich.

Tobias Steinfeld: Eine Straße, zwölf Geheimnisse

Als Initiative im Rahmen des zweiten Programms »Kultur macht stark« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gründete der Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise deutschlandweit lokale »Bündnisse für Bildung«, organisierte wiederum Autorenpatenschaften. Unter dem Motto »Wörterwelten« führten Kinder- und Jugendbuchautor*innen Kinder und Jugendliche an das Lesen und Schreiben literarischer Texte heran, Heranwachsende entdeckten mit Hilfe von professionell Schreibenden neue Ausdrucksformen und erschlossen sich einen neuen Erfahrungshorizont. Vor allem bei Autorenbegegnungen und in Schreibwerkstätten entwickelten die Teilnehmer*innen eigene Texte, welche unter Anleitung der Autor­*innen in einem intensiven Entstehungs- und Wandlungsprozess diskutiert, bearbeitet und vorgetragen wurden. Am Ende einer jeden Autorenpatenschaft gibt schließlich eine Publikation vielseitige und vielfältige Einblicke in das jeweilige, gemeinsame Projektjahr – nicht zuletzt, um zur Weiterführung und Nachahmung zu ermutigen.

Morten Hübbe/Rochssare Neromand-Soma: Per Anhalter nach Indien: Auf dem Landweg durch die Türkei, den Iran und Pakistan

Auf einem packenden Roadtrip reisen Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma durch die Türkei, den Iran und Pakistan. Sie erfahren überwältigende Gastfreundschaft und Herzlichkeit, sehen sich aber auch korrupten Beamten gegenüber. Sie feiern illegale Partys im Iran, werden von Sandstürmen heimgesucht, treffen die Mafia, Studenten und Journalisten, Soldaten und Prediger. Per Anhalter erkunden sie den Nahen Osten bis zum indischen Subkontinent und lassen dabei keine Mitfahrgelegenheit aus. Intensiv erleben sie die Vielfalt der Landschaften und Kulturen. Unvoreingenommen und wissbegierig, ohne unnötigen Ballast lassen sie sich von der Neugier Richtung Asien treiben – ein großartiger Bericht über teils kaum bereiste Gegenden.

Tobias Steinfeld: Scheiße bauen: sehr gut

Paul ist faul. Und stolz darauf, dass er trotzdem irgendwie durchs Gymnasium kommt. Aber jetzt steht das Schnupperpraktikum in der Förderschule an. Den ganzen Tag Sabberlätzchen wechseln und Hintern abwischen? Nicht mit Paul! Als er für den neuen Schüler Per gehalten wird, beschließt er spontan, diese Rolle anzunehmen. Schließlich stehen Chillen im Whirlpool und Videospiele auf dem Stundenplan. Sogar mit seinen neuen "Mitschülern" kommt Paul gut klar. Doch was, wenn er auffliegt? Auch auf der Förderschule gibt es keine Eins fürs Scheißebauen, oder?

Lydia Schultchen-Holl: Morde und andere Geheimnisse in der Bibliothek

Verstaubt, veraltet, tot: Um das Image der realen Bibliothek steht es nicht zum Besten. Anders in der Literatur: Hier wird die Bibliothek Schatzkammer, Mysterium und Heiligtum. Sie fasziniert und erschreckt, sie belebt und vernichtet – mitunter sich selbst. In literarischen Bibliotheken scheint ein Kriminalfall nie fern – und wer einen Blick in die Kriminalliteratur wirft, stößt ständig auf Bibliotheken. Von Poe und Doyle über Innes und Christie: Im Krimi ist der Bibliothekstopos seit den Anfängen des Genres beständig präsent, ohne je explizit erörtert zu werden. Namhafte Autoren haben den Topos weiterbelebt, darunter Hill, Padura und natürlich Eco. Höchste Zeit, diese notorisch unauffälligen partners in crime genauer zu untersuchen.

Sandra Da Vina: Hundert Meter Luftpolsterfolie

„Ich habe meinen Lieblingspyjama an, den gelben mit den Fotos von mir drauf, damit potentielle Einbrecher denken, ich wäre viele, und dann Angst bekommen.“ Gut verpackt kommt Sandra Da Vinas neues Buch daher. Es geht ums Erwachsenwerden und Erwachsengewordensein, um den Zustand der Welt, der Liebe und um H&M-Umkleidekabinen. Und ja, das verspricht eine Menge Gefühl und Schabernack. Hundert Meter Luftpolsterfolie, diese kindliche Freude am Kaputtmachen, aber auch diese innere Leere, wenn die Luft raus ist – aus der Beziehung, aus der Freundschaft, aus dem Leben. Da Vinas Worte knistern und knallen, ihre Geschichten machen Lärm und sind dann wieder ganz leise. Hundert Meter Luftpolsterfolie sind hundert Meter Vergnügen. Und Da Vinas Texte beweisen vor allem eins: Sprache ist immer noch der beste Schutz, der stärkste Stoßdämpfer, gegen die Realität da draußen.

Eva-Felicitas Bonk: Flexibler Normalismus im Comedy-Format

In unserem Lebensalltag werden wir auf den unterschiedlichsten Gebieten ständig mit Fragen nach unserer Normalität konfrontiert. Man freut sich, in mancher Hinsicht normal zu sein, oder muss erkennen, dass dieses oder jenes für nicht normal erachtet wird. Orientierung dafür geben insbesondere auch die audiovisuellen Medien, stellen sie ihren Zuschauern doch die für normalistische Selbstverortungen nötigen Orientierungsmarken bereit. Das ist insbesondere in denjenigen seriellen Formaten des Fernsehens der Fall, die mit Komik arbeiten. Denn das Spiel mit Normalitäten und ihren Grenzen ist ein vielfach verwendetes Mittel, um einerseits Komik zu produzieren, andererseits aber auch Felder von Normalität und A-Normalität durchzuspielen. Gerade amerikanische Sitcoms erfreuen sich dabei steigender Beliebtheit im deutschen Fernsehen, bringen sie die Zuschauer doch auf mehr als einem Weg zum Lachen. Nur worin liegt ihr Erfolg? Welchen Einfluss hat die Präsentation von Nicht-Normalem? Und wie hängen das Format 'Comedy' und das Phänomen des Normalismus zusammen? Eva-Felicitas Bonk erklärt anhand erfolgreicher Serien wie 'The Big Bang Theory', 'Two Broke Girls' oder 'Sex and the City', welche Möglichkeiten das Format 'Comedy' für die Konstruktion, Präsentation und Distribution von Normalitäten hat, und sie zeigt, auf welche Weise das Format Komik und Normalismus zusammenführt.

Morten Hübbe/Rochssare Neromand-Soma: Per Anhalter durch Südamerika: Zwei Jahre, 56000 Kilometer, ein Kontinent

Eigentlich als Sprachreise nach Argentinien und Chile geplant, trampen Morten und Rochssare von den Gletschern Patagoniens bis an die karibischen Traumstrände Kolumbiens und Venezuelas. Sie treiben einen Monat mit Marktbooten den Amazonas hinunter, klettern hinab in die Silberminen Boliviens und besuchen die Mennoniten in Paraguay. Sie couchsurfen durch Studenten-WGs, teilen das Landleben der einfachen Bevölkerung und den Luxus in bewachten Wohnvierteln der Metropolen. Sie schließen Freundschaften mit LKW-Fahrern und tauchen mit Seelöwen vor Galapagos. Erst nach zwei Jahren und 246 Mitfahrgelegenheiten können sie sich von diesem fernen Kontinent lösen.

Sandra Da Vina: Sag es in Leuchtbuchstaben

​„Der Zauberer hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ich meine eigene Säge dabei hatte.“ Spot an! Zwischen diesen Buchdeckeln fluoresziert allerlei literarischer Mumpitz. Sandra Da Vina spielt mit dem Lichtschalter und beleuchtet das Leben in seiner skurrilsten Gestalt. Dabei liegen Tragik und Komik immer dicht beieinander. Es sind nicht nur die Worte, die leuchten, sondern auch ihre Protagonisten. Ob ein verliebter Dino oder der trunkene Tod – Sandra schreibt von den großen und kleinen Begegnungen … Ein Buch, das man dringend im Dunkeln lesen sollte. Wie eine heiß gelaufene Lavalampe wärmen Sandras Texte von innen heraus. Hier stehen die Helden im grellen Scheinwerferlicht, dort kuscheln sie bei sanftem Kerzenschein – dabei kommen die Geschichten mal wunderlich und laut, mal nachdenklich und leise daher. Und immer in Leuchtbuchstaben.